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March 18

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 „Ich Liebe die See!“ Wie oft schon hat man dieses Bekenntnis gehört. Liebe alte Damen auf der Uferpromanade, magenleidende Geschäftsläute an Bord der „Queen Mary“, blasse Büroangestellte, die des Sonntags die Kaianlage heimsuchen, sonnenverbrannte Bauern aus staubigem Binnenland – sie alle hegen eine Liebe für die See, einfach und voller Tiefe. Der Berufsseemann dagegen hat ein weit komplizierteres Verhältnis zu seinem Element.

Er fühlt sich berufen, zur See zu fahren. Er ringt ihr seinen Lebensunterhalt ab, erforscht ihre Oberflächen und ihre Tiefen, wobei er sich Tag und Nacht ihrer Gewalt bewusst ist. Er ist wie ein Löwenbändiger, der eine Kraft kontrolliert, die größer ist als seine eigene, und der weiß, dass ständige Aufmerksamkeit der einzige Schutz ist.

Doch auch ihn nimmt die See gefangen. Wenn er sich als alter Mann gezwungen sieht, an Land zu bleiben, wird ihm diese Lebensweise keinerlei Ersatz für die ständige Herausforderung der See bieten können.

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Ist das heiß hier! Wenn Frauen und wenn Männer in die Sauna gehen, gibt's ganz schön was zu sehen.

Männer in der Sauna denken ökonomisch. Ein Handtuch reicht in der Regel völlig aus. Das ist zwar irgendwann eingelaufen und hat mittlerweile die Größe eines Waschlappens. Doch Hygiene hin oder her: Schweiß will schließlich fließen. Dann eben auch auf Holz. Finden Männer ganz natürlich. Frauen nicht. Ihnen schwant in solchen Momenten Fußpilz und noch viel Schlimmeres.

Apropos Schweiß: Frauen transpirieren, Männer schwitzen. Wie die Schweine! Das ist nicht böse gemeint, sondern einer von zahlreichen Kommentaren, die gern und häufig abgelassen werden. Denn Männer pflegen ihr Befinden stets lauthals zu verkünden. Das hört sich beispielsweise so an: "Mensch Jürgen, mir läuft die Suppe mal wieder nur so runter". Echt lecker!

Trifft eine Frau in der Sauna einen Kollegen, wird sie erst einmal einer Ganzkörper-Musterung unterzogen. Über ihren Tauglichkeitsgrad tauscht sich der Mann später ausführlich mit seiner Abteilung aus. Das hat zur Folge, dass die Frau am nächsten Morgen anstelle ihres ausgefeilten Marketing-Konzeptes genauso gut den Jahresbericht des Deutschen Kaninchenzuchtverbandes U 69 vortragen könnte. Auf Inhalte wird bei ihr ohnehin kein Kollege mehr achten ...!

Auch Männer tragen zwischen den Gängen einen Bademantel. Das ist sehr unterhaltsam, weil sich daraus ein Bilderrätsel entwickeln lässt. Die erste Frage lautet: Welche Farbe könnte der Bademantel ursprünglich einmal gehabt haben? Die zweite: Was hat es bei ihm zum Frühstück gegeben? Ein Tipp: Beige-gelbliche Flecken deuten meist auf ein weich gekochtes Ei hin.

Männer sitzen am liebsten in der Sauna. Und das tun sie, wie sonst auch im Leben. Nämlich breitbeinig. Das ist weder einladend noch besonders schön anzuschauen. Eine repräsentative Umfrage hat gerade ergeben, worauf Frauen bei Männern achten. Auf die Augen, meine Herren!



Frauen in der gemischten Sauna, das ist wie der Papst beim Table-Dance. Für das gar nichts, was Frauen in der Sauna anhaben, müssen sie sich zum Ruhen zigfach wieder einpacken. Turban auf den Kopf, wegen der aus der Form geratenen Frisur, dicker Bademantel, ein Handtuch über die Schultern, eines über die Beine und dann noch Söckchen, damit die Füße nicht erfrieren. Und die "Für Sie" vor die Nase, damit sie draußen ja keiner erkennt. Aus diesem kompletten Aufzug pellen sie sich dann wieder eine Viertelstunde lang schamhaft in der offenen Saunatür - typisch.

Von wegen, Männer gucken erstens auf die Brüste und bleiben da mit ihrem Blick bis frühestens siebtens unbeweglich hängen. Entweder springen die so ins Auge, dass von der restlichen Frau sowieso nichts mehr zu sehen ist, oder sie sind so unscheinbar, dass es schier unhöflich wäre, nicht draufzugucken.

Frauen liegen lieber in der Sauna, auf körpergroßen Saunatüchern. Einerseits tropft der Schweiß dann nicht so unhygienisch auf die Planken, andererseits trotzen sie so partiell besser der Schwerkraft. Und dann immer das Gefalte und dreifach unter den Hintern und zweifach unter die Füße-Gewurstel und Gewedel mit dem Handtuch, bevor sie sich mal setzen. Als wären alle Plätze schon von hämisch grinsenden, männlichen Gonokokken belegt.

Frauen gehen nie allein in die gemischte Sauna, genauso wenig wie aufs Klo. Ansonsten geht es eh zu wie in einem Sprechzimmer. Nuscheln und tuscheln, bis der Arzt kommt. Dann immer der bange Blick zum Ofen. Der sagt, hoffentlich fängt jetzt keiner dieser Idioten mit Aufgüssen an. Weil Aufgüsse sind wie 150 Kilo auf die Hantel stecken. Aber wozu sonst sitzt man dann in der Sauna?

Davor, dazwischen und danach trinken Frauen immer stilles Wasser. Oder höchstens Medium. Vielleicht mit einem Scheibchen Zitrone drin. Das schmeckt übrigens wie drei Tage offen stehen gelassenes Mineralwasser. Wahrscheinlich stellen die Mineralwasserfirmen das auch so her. Wie sollen denn da dem Körper wieder die ausgeschwitzten Mineralien und Salze zugeführt werden? Und dann den Kopf schütteln, wenn Männer aus medizinischen Gründen danach ein Bier die Kehle hinunterrinnen lassen.

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Was ist ein Seemann?

 

 

Unter den vielen sorglosen Menschen dieser Erde findet man eine faszinierende Gruppe, die Seemänner. Man findet sie überall: bei Küstenstationen, auf Schiffen, in Bars, in Liebe und in Schulden. Mädchen lieben sie, Städte dulden sie, die Regierung bezahlt sie. Ein Seemann ist eine personifizierte Bequemlichkeit, mir einen Lassiter in der Tasche, einem Sinnbild der Tapferkeit auf den tätowierten Armen, ein Beschützer der sieben Meere, den nächsten Landgang im Kopf. Er hat die Energie einer Schildkröte, die Schlauheit eines Fuchses, die Aufrichtigkeit eines Lügners und die Begeisterung eines Casanovas. Wenn er etwas will, hat es gewöhnlich mit Landgang oder einer Urlaubs -bescheinigung zu tun. Eine seiner Neigungen sind: Mädchen, Damen, Frauen und das andere Geschlecht. Abneigungen hat er gegen das Schreiben von Briefen, das Tragen von Uniform, höhere Offiziere, das Essen und am meisten gegen das Aufstehen. Niemand sonst kann in seinen Hosentaschen soviel unterbringen wie er: Ein Brief von Zuhause, ein Notizbuch, eine zerdrückte Zigarettenschachtel, ein Foto seines Mädchen, einen Kamm, einen Schlüsselbund, einen Flaschenöffner und ein Portemonnaie mit dem Rest seines Monatgehaltes. Er gibt 90 % seines Geldes für Schnaps und Mädchen aus, den Rest verschleudert er sinnlos. Ein Seemann ist ein magisches Wesen, das du aus dem Haus werfen kannst, aber nicht aus deinem Gedächtnis. Versuch nicht ihn zu verstehen. Er ist nur Dein lang verschollener Liebling, der weit weg ist von Zuhause. Er ist auch Dein Sorgenkind mit rot umwandelten Augen vom letzten Abend an Bord. Aber all Deine kaputten Träume fallen Dir wieder ein, wenn plötzlich die Tür aufgeht, ein Sack mit schmutziger Wäsche hineinfliegt und er ruft:

 

 

„Liebling, ich bin wieder zu Hause!“

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„- die Aura eines Kapitäns –

jener fast sichbare Mantel der Verantwortlichkeit, der ihn umgibt,

Ohne Ansehen seines Charakters und seiner Eigenarten. Diese Last muß er tragen,

diesen Preis muß er zahlen, ohne zu feilschen und zu handeln.

Die See kümmert sich nicht um Aufrichtigkeit oder Falschheit; zwischen Anständikeit und Bosheit macht sie keinen Unterschied und weder von der einen noch von der anderen lässt sie sich beeinflussen. Der Kapitän, sei er Heiliger oder Sünder, muß der See den unumgänglichen Einstand in der einzigen von ihr gewürdigten Währung Zahlen – mit Pflichtgefühl, Wachsamkeit, Geschick und Ausdauer.“